Handgemachtes für jeden Geschmack

Handgemachtes für jeden Geschmack

Cheforganisator Philipp Rudolf vor dem Paulikloster, wo am 4. und 5. November der Töpfermarkt stattfindet. Foto: pet

Am 4. und 5. November findet im Paulikloster der 20. Töpfermarkt statt

Brandenburg. Zum 20. Mal seit 1998 findet am 4. und 5. November jeweils von 10 bis 18 Uhr der Töpfermarkt im  Paulikloster statt. Veranstalter ist der in Klein Kreutz ansässige Verein „KuKuKK e.V.“, der derzeit sieben Mitglieder hat, darunter drei Hobby-Töpfer. Laut Cheforganisator und Vereinsvorstand Philipp Rudolf (45) haben sich für das Wochenende 50 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Ungarn und Tschechien angemeldet. Darunter auch Keramiker  aus dem benachbarten Töpferstädtchen Görzke.
Stände gibt es im Kirchenschiff und auf dem Parkplatz vor dem Mittelalterbau. Ein Töpfer zeigt seine Künste, ansonsten verzichten die Töpfermarkt-Veranstalter bewusst auf Programm und Moderation. Jeder Interessent könne mit den einzelnen Keramikern und Künstlern selbst in Gespräch kommen und nachfragen was ihn interessiert, sagt Rudolf, der selbst hobbymäßig in seiner Werkstatt in Klein Kreutz in der Freizeit töpfert. Keramik aus Klein Kreutz ist ebenso mit einem Stand vertreten. Die angebotene handgefertigte Keramik sei vielfältig, jeder Kunsthandwerker verleihe dem Produkt seine eigene Note, erzählt Rudolf.  Von Dekorations- und Gartenartikeln bis hin zu praktischen Gefäßen. Letztere würden in letzter Zeit wieder verstärkt nachgefragt: „Es gibt wieder zunehmend Leute, die mit traditioneller Keramik Marmelade einkochen, einwecken oder Wein selbst herstellen“, berichtet der Töpferei-Experte. Und auch das bei Kunden nachgefragte Design wechselt: so sei rotglänzende Keramik in letzter Zeit weniger nachgefragt, jetzt seien die Blautöne wieder im Kommen, so Rudolf, demzufolge die Töpfer eine eingeschworene Gemeinschaft sind, die sich bei vielen Märkten im Bundesgebiet wiedertreffen. Auch wenn der Töpfermarkt auf dem Gelände des  Archäologischen Landesmuseums stattfindet, hat die heutige Keramik nicht mehr viel mit den zusammengeklebten Scherben zu tun, die im Museum ausgestellt sind.
Begleitend zum Brandenburger Töpfermarkt, der in den vergangenen Jahren bis zu 10.000 Besucher anlockte, ist im Stadtzentrum verkaufsoffener Sonntag. Zudem gibt es zu essen und zu trinken.
Der Eintritt von 1,50 Euro (Kinder bis 14 Jahre kommen kostenlos rein) kann beim Kauf von Getränken oder Keramik verrechnet werden.