Orkantief sorgt für Zerstörung

Orkantief sorgt für Zerstörung

Durch das Orkantief "Xavier" wurden Dachteile eines Marken-Diskounters (roter Netto) in der Berliner Straße abgerissen. Auch ein Auto wurde darunter begraben. Foto: Faltin

Landrat bedankt sich bei den Einsatzkräften

Havelland. Orkanartige Stürme und Regenfälle führten zu hunderten Einsätzen von Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienst sowie Mitarbeitern des Katastrophenschutzes und sozialer Träger. In Nauen wurden durch die Sturmböen von Sturmtief "Xavier" unter anderem großflächig Dachteile eines Marken-Diskounters (roter Netto) in der Berliner Straße abgerissen. Sie wurden teilweise auf die benachbarten Grundstücke - darunter auch das des Leonardo da Vinci Campus - getragen. Ein Auto wurde dabei von einem umherfliegenden Dachteil begraben. In Brieselang stürzten während des Sturms in der Pappelallee Dutzende Bäume um. Selbst Eichen haben dem teilweise bis zu 131 km/h starken Sturm nicht standgehalten. In einer Mitteilung der Gemeinde heißt es: "Bis der letzte Baum beseitigt ist, wird es wahrscheinlich noch bis zu 14 Tage dauern." In Falkensee wurden bis 3 Uhr in der Nacht zum 6. Oktober 2017 insgesamt 120 Feuerwehreinsätze im Stadtgebiet bearbeitet. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt: "120 Einsätze in so kurzer Zeit gab es bisher bei der Feuerwehr Falkensee noch nicht. Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens wurde in der Feuerwache ein Einsatzstab mit Technischer Einsatzleitung (TEL) als Führungsstelle eingerichtet. Diese TEL hat alle Maßnahmen koordiniert und Einsatzfahrzeuge disponiert. Einsatzaufträge wurde von der Regionalleitstelle Nordwest in Potsdam nur noch an die Wache gesendet, ohne gem. Alarm-Ausrückeordnung zu alarmieren." Im Einsatz waren über 30 haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Falkensee mit vier Löschfahrzeugen, einer Drehleiter, einem Rüstwagen sowie bis zu drei Führungsfahrzeuge. Landrat Roger Lewandowski bedankte sich bei den Einsatzkräften. Unter anderem sagte er: "Das Orkantief ‚Xavier‘ hat sichtliche Spuren im Havelland hinterlassen. Unzählige entwurzelte Bäume, aufgerissene Fahrbahnen, abgedeckte Dächer und viele weitere Schäden zeigen, welche Naturkräfte hier gewirkt haben müssen. Ich hoffe, dass alle Havelländerinnen und Havelländer gestern sicher nach Hause gekommen sind und danke allen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und den vielen freiwilligen Helfern für ihren schnellen und tapferen Einsatz bei der Beseitigung der Sturmschäden.“ Bis zu 300 Einsätze wurden bis zum 6.Oktober, 09.15 Uhr in der Regionalleitstelle Nord-West für den Landkreis Havelland gemeldet. Kreisbrandmeister Lothar Schneider sagte dazu: "Das Ausmaß der Zerstörungen im gesamten Landkreis war enorm. Alle Wehren des Landkreises Havelland waren daher gestern bis in die Nachtstunden im Einsatz und sind es auch heute noch, um Sturmschäden zu beseitigen.“ Waren/sind Sie vom Orkantief betroffen? Mailen Sie an nauen@preussenspiegel-online.de (ps/man)