Tiere, die unsere Natur bedrohen

Überwachungssystem für fremde Pflanzen- und Tierarten

Brandenburg. Das Brandenburger Umweltministerium hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung bis 20. Oktober die  Entwürfe zu Managementmaßnahmen für gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten vor. Durch die Globalisierung des Handels und die Zunahme des weltweiten Tourismus gelangen zunehmend Tier- und Pflanzenarten aus ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten in neue Länder und Ökosysteme. Gelingt es einer Art sich zu etablieren, sich stark zu vermehren und auszubreiten, können daraus negative Auswirkungen für die heimische Natur entstehen. Einige dieser Arten können beträchtliche wirtschaftliche Schäden verursachen. In Brandenburg betrifft dies beispielsweise Waschbär und Nutria. Andere Arten werden zum Problem, weil sie  allergische Reaktionen beim Menschen auslösen, zum Beispiel der Riesenbärenklau. Die EU-weit verbindliche Auflistung umfasst aktuell 49 Tier- und Pflanzenarten, die die europäische Artenvielfalt bedrohen. In Brandenburg problematisch sind verschiedene Krebsarten, Blaubandbärbling, Buchstaben Schmuckschildkröte, Nutria, Waschbär, Riesenbärenklau, drüsiges Springkraut, Marderhund, Bisamratte, Seidenpflanze, Nutall’s Wasserpest,  Tausendblatt und Nilgans.
 Für die im Freiland vorkommenden Arten sind der frühen Phase der Invasion Beseitigungsmaßnahmen durchzuführen. Darüber hinaus ist für die Arten der Unionsliste ein Überwachungssystem (Monitoring) einzurichten. Weitere Infos im Landesamt für Umwelt, Seeburger Chaussee 2, Groß Glienicke.

Kommentare

  1. User
    Andrea Di Monaco Moers, Mi, 20.09.2017 11:05

    Gute Argumente für die Nutrias und ein kritischer Blick auf die EU-Verordnung unter www.nutria-info.com