250 Berufe auf einen Blick

250 Berufe auf einen Blick

Die Macher und Unterstützer des Berufemarktes 2017. Foto: pet

Berufemarkt am 23. September von 9 bis 13 Uhr in TGZ und ÜAZ

Brandenburg. Zum 19. Mal steigt im ÜAZ und TGZ in der Friedrich-Franz-Straße der 19. Berufemarkt. Samstag, 23. September, präsentieren sich von 9 bis 13 Uhr 112 Aussteller mit 250 Berufsbildern und Studienmöglichkeiten. Veranstalter ist seit 1999 der Koordinierungskreis „Berufsorientierung“, dem Unternehmen, Bildungsträger, Schulen und die Stadtverwaltungen von Brandenburg, Rathenow und Premnitz angehören. Die Schüler können vor Ort mit Auszubildenden und Ausbildern ins Gespräch kommen, ihre Bewerbungsmappe checken lassen oder sich gleich bewerben. Am Stand der IHK können Bewerbungsfotos gemacht werden - eine Visagistin setzt die künftigen Auszubildenden optisch und von der Kleidung her richtig in Szene.
Ein kostenloser Bus-Shuttle (Start um 8 Uhr vor dem Rathenower Bahnhof) bringt auch Schüler von Rathenow und Premnitz zum Veranstaltungsort und wieder zurück. Flankierend findet Mittwoch, 27.9. Unternehmensbesuche auf acht Touren statt - 33 Unternehmen können besichtigt werden, die Anmeldung ist ausschließlich auf dem Berufemarkt möglich.
Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann erinnert sich dass der Berufemarkt zu einer Zeit gestartet wurde als es noch mehr Bewerber als Ausbildungsstellen gab. Das sei heute anders. Inzwischen habe sich der Berufemarkt weiter entwickelt: das Angebot sei vielfältiger und habe sich erhöht. Erstmals sei 2017 auch eine Berliner Modeschneiderin vor Ort, berichtet die Stadtchefin, die es richtig findet, dass ihre Premnitzer und Rathenower Kollegen sich am Berufemarkt beteiligen.
Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger schwärmt von einer „tollen und gut besuchten Veranstaltung“. Alleine aus Rathenow beteiligen sich 19 Unternehmen - das seien fünf mehr als noch vor ein paar Jahren. Premnitzs Bürgermeister Ralf Tebling lobt die Zusammenarbeit von Brandenburg und Rathenow mit Premnitz - hier wachse auf wirtschaftlicher Ebene etwas zusammen was zusammengehört. Tebling selbst geht mit gutem Vorbild voran was die Lehrlingsausbildung anbetrifft. So bilde seine Verwaltung selbst bedarfsgerecht Azubis aus, die bei guten Leistungen übernommen werden. Genug Arbeit sei da. Um junge Leute nach Premnitz zu locken kündigte Tebling an, Abrissflächen, auf denen mal Wohnblöcke standen, günstig an Eigenheim-Bauwillige zu verkaufen. Zudem versuche seine Verwaltung leerstehende Wohnungen an Migranten zu vermieten. Um den Fachkräftemangel am boomenden Industriestandort zu decken sei Zuwanderung nötig, betonte Tebling, demzufolge im Industriegebiet sich derzeit von 40 Unternehmen sich vier gerade erweitern möchten. Bis 2.11. sei der Umbau der ehemaligen Viskoseflächen nach 25 Jahre Revitalisierungsarbeiten abgeschlossen.
Laut dem Leiter des OSZ „Gebrüder Reichstein“, Mario Dudek, wird es beim Berufemarkt den 13. Reichstein-Marathon geben - vornehmlich Aussteller geben Geld für jede gelaufene Runde, das der Integrationskita „Schritt für Schritt“ für einen neuen Spielplatz zu Gute kommen. In der ersten Runde dabei ist die sportliche Dietlind Tiemann während ihre Amtskollegen Seeger und Tebling Handikaps vorschieben um nicht starten zu müssen aber Anfeuerung an der Strecke zugesagt haben. Mehr Infos zum Berufemarkt auf www.was-willst-du-lernen.de.