Westen, die Leben retten

Westen, die Leben retten

Für mehr Sicherheit: Ministerpräsident Woidke schenkte Erstklässlern Warnwesten

Brandenburg. Im Gespräch mit Erstklässlern der Fontaneschule am Wredowplatz erinnert sich Ministerpräsident Dietmar Woidke gern an seine eigene Schulzeit: „Ich bin zur Grundschule zwei km geradelt, später in der Oberstufe 6 km. Passiert ist mir auf dem Schulweg zum Glück nie etwas“. Damit auch den Kindern von heute nichts passiert, überreichte Woidke mit ADAC-Landeschef Manfred Voit 70 Schulanfängern Sicherheitswesten, die sie auf dem Schulweg tragen sollen um besser erkannt zu werden. Der Schulweg birge viele Gefahren, deshalb sei es wichtig, dass die ABC-Schützen gut von Autofahrern erkannt werden, sagte der Landesvater, der rät, die Westen nicht nur zu Schule sondern auch zum Sport und auf dem Weg zum Spielplatz überzustreifen. „Natürlich könnt ihr sie auch im Bett anbehalten“, witzelt Woidke gegenüber den Kindern.
Wer eine reflektierende Weste trage  sei auch bei Dunkelheit für andere Verkehrsteilnehmer schon aus 140 m zu erkennen und unfälle seien so vermeidbar, verrät Voit, der mahnt, alle 18 min. verunglücke in Deutschland ein Kind unter 15 Jahren. 66 Kinder hätten vergangenes Jahr auf Deutschlands Straßen ihr Leben verloren, weitere 28.547 seien verletzt worden. Im Land Brandenburg wurden 2016 rund 1000 Kinderunfälle verzeichnet, davon zwei mit tödlichem Ausgang. Bis Mitte September verteilen ADAC-Stiftung und Deutsche Post  bundesweit an 16.000 Grundschulen 760.000 Westen an Schulanfänger. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2010 wurden laut ADAC-Sprecherin Sandra Hass über 6 Mio. kostenlose Schulwesten an Lernanfänger ausgegeben.   Zur Unterstützung auf den Schulwegen werden auch in der Stadt Brandenburg Schülerlotsen eingesetzt.