Traditionsverein vor dem Aus?

Optis müssen aus ihren Vereinsräumen ausziehen

Bei Festen und Veranstaltungen sind sie eine konstante Größe - die Optis. Das Schalmeienorchester hat nun mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Foto: Optis

Rathenow. Fröhlichkeit, Gelassenheit und einfach gute Stimmung - das bringen die Optis ihren Zuhörern bei Auftritten. Aber zur Fröhlichkeit haben die Mitglieder des Schalmeienorchesters dieser Tage kaum Anlass. Angespannt war die Situation für das Schalmeienorchester Rathenow, die Optis, schon seit Jahren.  Ohne Pacht sind sie in einem Gebäudeteil in der Curlandstraße 60 untergekommen. Obwohl sie nur die Heiz- und Nebenkosten zahlen müssen - fällt es dem kleinen Verein schwer die Kosten zu stemmen. „352 Euro im Monat klingt nicht viel. Aber unserer Auftrittsgelder gehen dennoch beinahe gänzlich für diese Kosten drauf“, sagt Olaf Arndt-Sieg, Musikalischer Leiter.  Die Unterkunft war durch die KWR  für eine Erbengemeinschaft verwaltet worden. Nach dem Verkauf an einen neuen Eigentümer wurde dem Verein wegen der Baufälligkeit des Hauses gekündigt. Bis zum Ende des Jahres müssen die Optis aus ihren Räumen ausziehen.
Unter dem Kostendruck und dem Druck für die Zukunft eine neue Unterkunft zu finden, leidet auch die Vereinsarbeit. Unternehmungen wie z.B. an anderen Musikfesten oder Meisterschaften teil zu nehmen, sind fast unmöglich geworden. „Aus meiner Sicht haben wir dadurch nicht so richtig was zu bieten, was die Mitgliedschaft bei uns ‚begehrenswert‘ macht“, klagt Arndt-Sieg. Die Suche nach neuen Räumen, die bereits vor Verkauf des Gebäudekomplexes in Angriff genommen wurde, war bisher nicht erfolgreich.

Kommentare

  1. User
    Dani Rathenow, Do, 07.09.2017 05:40

    Lieber Bürgermeister. Vielleicht hätten Sie ja eine gute und günstige Räumlichkeit damit der Verein auch weiterhin viele Zuschauer begeistern kann. Für andere Dinge ist sind auch Geld und Räume vorhanden.

  2. User
    KBA Rathenow, Do, 07.09.2017 15:49

    Liebe Dani, von Seiten der Stadtverwaltung und Abgeordneten sind Angebote gemacht worden. Leider entsprachen sie nicht den Vorstellungen der Optis. Ein Verein in solch einer Notlage kann sich eben nicht alles aussuchen. Manchmal muss man eben dass nehmen, was einem angeboten wird. Auch wenn es nur vorübergehend ist.

  3. User
    Eichmann Ellen Rathenow, Do, 07.09.2017 22:40

    Das ist sehr traurig was ich hier lese. Der Verein hat eine lange Tradition in unserer Stadt. Unzählige Kinder haben im Laufe der Jahre dort mit gemacht, so auch meine beiden Töchter. Lasst es bitte nicht dazu kommen das ein Stück Kulturgeschichte weg bricht.