Grundstein für 4,8 Mio. teure Kita

Grundstein für 4,8 Mio. teure Kita

Die wobra baut neue Kita in der Bauhofstraße für 200 Kinder

Brandenburg. Auf die hohe Nachfrage reagieren Stadtverwaltung und die stadteigene Wohnungsbaugeselschaft wobra mit einer neuen 4,8 Mio. Euro teuren Kombikita in der Bauhofstraße 24-30 für rund 200 Kinder. Den Grundstein dafür legten Bauleitung, Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und wobra-Geschäftsführer Stephan Falk. Das rund 1.700 qm große Gebäude wird von 2.000 qm Außenfläche mit parkähnlichen Anlagen umgeben. Es entstehen laut Falk 35 Krippen-Plätze, 35 KiTa-Plätze und 130 Hort-Plätze. Auf dem zuletzt brachliegenden Areal befand sich früher der Verkehrshof der Verkehrsbetriebe.
„Fröhlichkeit, Zufriedenheit und Harmonie sollen der Kindertagesstätte innewohnen. Sie soll ein Ort der Begegnung sein, den man gerne aufsucht, in dem sich Kinder, Erzieher und Eltern wohlfühlen“, sagt Falk, demzufolge der Neubau zwar ein  architektonisches Highlight wird aber sich seine klaren Strukturen dennoch nicht harmonisch in die Umgebung einfügen: große Fenster, helle Fassade und geradlinige Formen stehen im Kontrast zu bestehenden Backsteingebäuden. Die Straße werde aber durch die neue Kita erheblich aufgewertet und das habe sie auch dringend nötig.
Bei dem Projekte handele es sich nach dem Generationenhaus am Hauptbahnhof um den zweiten Neubau in der wobra-Geschichte, so Falk.  Sein Unternehmen stelle damit unter Beweis das es nicht nur Sanierungen erfolgreich stemmen kann. Die Kombikita sei indes eine Herausforderung für die wobra: der Baugrund sei schwierig, die nachbarschaftlichen Verhältnisse kompliziert, das Zeitfenster eng und nicht zuletzt sei es wegen der boomenden Bauindustrie schwierig, Firmen mit freien Kapazitäten zu finden ohne das die Kosten explodieren. Mit dem Rohbau beauftragt wurde die Firma Ost Bau aus Osterburg.
Die Kita wird nach Fertigstellung am 20.8.2018  an einen privaten Betreiber verpachtet. Laut Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann konnte der Bevölkerungsschwund, der die Havelstadt in den 1990er Jahren zusetzte, abgewendet werden und die Stadt wachse wieder. Mit 72.000 Einwohnern habe Brandenburg an der Havel heute 4.000 Einwohner mehr als prognostiziert. Das Klinikum verzeichne derzeit mit über 1000 die höchsten Geburtenzahlen seit der Wende. Dies habe zur Folge, das innerhalb kurzer Zeit Kitaplätze und Schulkapazitäten neu geschaffen werden müssen.
Eine deutliche Entlastung sei bereits durch die im Juli erfolgte Eröffnung der neuen Kita an der Technischen Hochschule in der Magdeburger Straße zu verzeichnen. Von 2013 bis 2017 seien über 600 Kitaplätze neu geschaffen worden. 2017 werde ein Ersatzbau für den Hort „Havelkids“ mit 300 Plätzen geschaffen.
Für 2018 geplant sei die Erweiterung der Kita  Wellenreiter (130), Neubau der Kita Kammgarnspinnerei (120), ein Ersatzbau im DRK-Kinderdorf (180) und die Reaktivierung der Kita Sophienstraße mit 170 Plätzen geplant, so Tiemann, die für 2019 ankündigt, das im ehemaligen Augusta-Heim in der kleinen Gartenstraße 280 weitere Plätze geschaffen werden. In der Stadt Brandenburg werden derzeit 4.859 Kinder in 53 Kitas und Horten von insgesamt 24 Trägervereinen betreut.