Plauer Uferweg wird zugemauert

Plauer Uferweg wird zugemauert

Plauer Bürger bestürzt über jüngste Entwicklung im Uferweg-Streit

Plaue. Seit einigen Tagen  wird eine Mauer über den Uferweg zwischen der alten Plauer Brücke und dem Campingplatz am Plauer See errichtet. „Offensichtlich nutzt hier jemand die Ruhe der Urlaubszeit, um vollendete Tatsachen zu schaffen“, beklagt der SPD-Stadtverordnete Udo Geiseler, der in Plaue wohnt. In den vergangenen Wochen hatte es Streit um den Uferweg gegeben, weil die Fischereischutzgenossenschaft, der die anliegende ruinöse Wiesickevilla an einen Berliner Investor verkaufen will. Dieser beansprucht jedoch einen privaten Zugang zum Ufer, weswegen die Schutzgenossenschaft mit Unterstützung der Freien Wähler den
Weg sperren will. „Wer die Mauer dort in Auftrag gegeben hat, wissen wir noch nicht“, so Geiseler weiter. Aber man erwarte, dass die Statdverwaltung gemäß den Aussagen von Bürgermeister Steffen Scheller die Sperrung rückgängig macht und die gesetzlichen Regelungen zur Freihaltung des Uferweges durchsetzt. Für die Genossen des SPD-Ortsvereins Plaue-Kirchmöser sollten Uferbereiche für alle zugänglich sein. Es sei zu verhindern, dass immer mehr Ufer privatisiert werden, so Geiseler, der betont: „Das heißt nicht, dass man nicht Kompromisse in gegenseitigem Einvernehmen finden kann.“ In der Havelstadt gibt es an vielen Orten Probleme mit Uferwegen weil die privaten Besitzer sie sperren oder einfach zuwachsen lassen.  Die Stadtverwaltung hat seinerzeit verschlafen Uferstreifen aufzukaufen um Wanderwege zu schaffen, die dann bestandskräftig und für alle zugänglich sind.