Grundstein für neue Bauhof-Kita

Grundstein für neue Bauhof-Kita

So soll das neue Kinderhaus in der Bauhofstraße einmal aussehen. Foto: wobra

Die wobra baut neue Kita in der Bauhofstraße für 200 Kinder

Brandenburg. In den vergangenen Jahren sind die Geburtenzahlen in der Havelstadt fortwährend angestiegen – ebenso der Bedarf an Krippen-, Kita- und Hortplätzen. Insbesondere in der Innenstadt fehlen Kitaplätze weil mit der fortschreitenden Sanierung auch viele Familien dorthin zogen. Auf die hohe Nachfrage reagieren Stadtverwaltung und die stadteigenen Wohnungsbaugeselschaft wobra nun mit einer neuen Kombikita für rund 200 Kinder.
Auf dem 3.700 qm großen Grundstück in der Bauhofstraße 24 – 30 wird eine städtische Kindertagesstätte gebaut. Das rund 1.700 qm große Gebäude wird von 2.000 qm Außenfläche mit vielfältigen Grünanlagen umgeben. Es entstehen 35 Krippen-Plätze, 35 KiTa-Plätze und 130 Hort-Plätze. Auf dem jetzt brachliegenden Areal befand sich früher der Verkehrshof der Verkehrsbetriebe.
Den Grundstein des Neubaus legen die wobra-Aufsichtratsvorsitzende und Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und wobra-Chef Stephan Falk Mittwoch, 9. August, 14:30 Uhr.  Die Kita wird nach Fertigstellung an einen privaten Betreiber verpachtet. Ein Antrag der Linken (18 Ja- bei 24 Nein-Stimmen), die Kita von der Stadt bewirtschaften zu lassen, war kürzlich im Stadtparlament gescheitert. „Eine Übernahme einer Kita in die Kommune ist mit mehr Nachteilen als Vorteilen verbunden. Die freien Träger leisten in unserer Stadt gute Arbeit und sollten daher auch alle Kitas betreiben“, ist der Stadtverordnete Norbert Langerwisch (Freie Wähler) überzeugt.   Landesweit sind von 1856 Einrichtungen noch 889 in kommunaler Trägerschaft. In der Havelstadt wurde der letzte kommunale Kindergarten 2013 geschlossen.Laut Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann konnte der Bevölkerungsschwund, der die Havelstadt in den 1990er Jahren zusetzte, abgewendet werden und die Stadt wachse wieder. Mit 72.000 Einwohnern habe Brandenburg an der Havel heute 4.000 Einwohner mehr als prognostiziert. Das Klinikum verzeichne Geburten-Rekordjahrgänge von über 1000 im Jahr und es werde ein Zuzug von 3.000 Einwohnern, darunter insbesondere Familien mit Kindern, verzeichnet. Dies habe zur Folge, das innerhalb kurzer Zeit Kitaplätze und Schulkapazitäten neu geschaffen werden müssen. Eine deutliche Entlastung sei bereits durch die im Juli erfolgte Eröffnung der neuen Kita an der Technischen Hochschule in der Magdeburger Straße zu verzeichnen. In Hausmannstraße und Bauhofstraße seien in nächster Zeit weitere neue Einrichtungen geplant, so Tiemann.