Leben in der Gastfamilie

Sophia Zaykowski (2.v.r.) hier im Gespräch mit Andrea Wicklein sowie Gastmutter Kathrin Zeidler (1.v.r.) und Tochter Jenny (1.v.l.) wohl. Foto: privat

Potsdam. Der gut ausgebaute Öffentliche Personennahverkehr war das erste,  was Sophia in Deutschland auffällt. Wie rasch man in der Landshauptstadt von A nach B gelangt und selbst eine Fahrt nach Berlin ist gar kein Problem. Das kennt  die Stipendiatin aus den USA in der Form nicht. Neben einem Schulbus, der regelmäßig verkehrt, ist man dort auf das Auto angewiesen.
In Deutschland angekommen hatte sie Schwierigkeiten in Sachen Kommunikation. Deutsch hatte sie zuvor nur innerhalb eines vierzehntägigen Intensivkurses. In Potsdam besuchte sie eine 12. Klasse in der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule.
 Seit Juli 2016 ist die Amerikanerin, die mit dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm (PPP) ein Jahr bei Gasteltern verbringt, in Potsdam. Andrea Wicklein ist Patin und traf sich kürzlich mit ihr: „Dieser Austausch ist eine große Chance für deutsche und amerikanische Jugendliche, ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln und eigene Erfahrungen zu sammeln. Sie erleben, was unsere Länder gesellschaftlich, politisch und kulturell verbindet zwischen Deutschland und wo es Unterschiede gibt. Das fördert das gegenseitige Verständnis und trägt dazu bei, die menschlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika dauerhaft zu stärken.“
Das Besondere am PPP ist, das Bundestagsabgeordnete eine Patenschaft für die Stipendiaten übernehmen und sich während des Aufenthaltes mit ihnen austauschen. Die Auswahl der geeigneten Bewerber übernehmen  beauftragte Austauschorganisationen. Sie schlagen den Patenabgeordneten die in ihren Wahlkreisen qualifizierten PPP-Kandidaten zur Nominierung vor.
Gesucht und gefragt sind regelmäßig Gastfamilien - egal ob Alleinerziehende, Paare mit und ohne Kind oder Patchwork-Familien.  Wichtig sind Humor, Neugier und Toleranz sowie die Bereitschaft, den Gast als „Familienmitglied auf Zeit“ aufzunehmen. Wer Interesse hat, kann sich direkt an die Geschäftsstelle von Experiment e.V. in Bonn wenden, Tel. 0228 - 95 72 2 - 44. (ela)

Kommentare

  1. User
    AFS Komitee Potsdam Potsdam, Fr, 14.07.2017 16:36

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel über einen gelugenen Austausch. Wir bitten jedoch richtig zu stellen, das Sophia mit der Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begenungen e.V. in Potsdam war und von uns im AFS Komitee Potsdam betreut wurde. Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.facebook.com/afspotsdam oder afs.de Mit freundlichen Grüßen Ralf Blauert AFS Komitee Potsdam Hostingkoordinator