Hochburg der Fahrraddiebe

Hochburg der Fahrraddiebe

Auch am Nauener Bahnhof versuchen Pendler, ihre Fahrräder ausreichend vor Dieben zu schützen. Foto: man

Havelland landet deutschlandweit auf Platz 12 der gefährlichsten Landkreise

Havelland. 32.486 Fahrräder wurden im Jahr 2016 in Deutschland gestohlen. Bei den gefährlichsten Landkreisen landet Spree-Neiße auf dem ersten Platz, aus dem Bundesland Brandenburg folgt das Havelland auf Rang 12. Hier wurden 977 Diebstähle im Jahr registriert, die Aufklärungsquote betrug 12,2 Prozent. Pendler Daniel B. (Name geändert) fährt oft von Falkensee nach Berlin oder nach Nauen. Er sagt: „In meinem Bekanntenkreis wurden schon einige Fahrräder von Bahnhöfen gestohlen. Ich frage mich, was die Behörden tun, um die Sicherheitslage aktiv zu verbessern. Sehr oft sieht man sein Rad nie wieder. Vielleicht ist hier wirklich ausnahmsweise der Einsatz von Kameras sinnvoll. Ich versuche jedenfalls mein Rad abzusichern, soweit das möglich ist.“ Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam landet deutschlandweit auf Platz 10 der Städte mit den meisten Fahrraddiebstählen. Hier wurden jährlich 1.836 Exemplare entwendet. Die Aufklärungsquote liegt bei 23,7 Prozent. Die Zahlen stammen von einem bekannten Verbraucherportal, dass Potsdam in einer Bewertung als „Diebstahlhochburg“ einschätzt. Berlin landet zum Vergleich auf dem 16.Platz, die Aufklärungsquote beträgt 3,5 Prozent. Brandenburg an der Havel findet sich im Mittelfeld auf dem 45.Platz wieder. Deutschlandweit führen Münster, Leipzig und Halle (Saale) die Rangliste der Städte mit den meisten Raddiebstählen an. Doch was kann getan werden, damit sich die Situation verbessert? In einer Pressemitteilung des Verbraucherportals wurden Tipps zur Fahrradsicherung veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: „Individualisieren Sie das Rad mit auffälligen Farben, Aufklebern oder Accessoires. Der Dieb wird dafür nur schwerlich einen Abnehmer finden und lässt vielleicht die Hände davon. Das Rad soll immer an einem stabilen Gegenstand angeschlossen werden, etwa an einem Laternenmast. Besser noch: Das gesicherte Fahrrad über Nacht in einem abgeschlossenen Raum aufbewahren. Das Fahrrad sollte codiert und registriert werden. Die Fahrradclubs und die Polizei sind hierfür die richtigen Partner. Eine Codierung schreckt potenzielle Diebe ab, da es den Weiterverkauf erschwert. Man sollte mindestens ein Foto von seinem Fahrrad machen. Das erleichtert die Beweisführung im Falle eines Diebstahls gegenüber der Polizei“. (ps/man)