Heiteres Brücken-Picknick

Heiteres Brücken-Picknick

Mit der Luise, die am Bornufer anlegte, stachen Picknick-Gäste in See und machten eine Rundfahrt auf dem Plauer See.

400 Leute boßelten auf 120 m langen Plauer Brücke

Plaue. Boßeln ist eine vor allem in Norddeutschland verbreitete Sportart, bei der man eine Kugel mit möglichst wenigen Würfen über eine bestimmte Strecke werfen muss. Zum Plauer Brückenpicknick wurde diese Regel den Gegebenheiten angepasst: Die Strecke betrug nur 120 Meter – die Länge der Alten Plauer Brücke – und war mit genau einem Wurf zu überwinden. Und was so einfach aussah, gelang dann doch nicht jedem Teilnehmer. Was allerdings nicht schlimm war: „Wir wollten die ganze Brücke mit in unser Fest einbeziehen und da kamen wir auf die Idee, ihre volle Länge für das Boßelspiel zu nutzen“, sagt Mitorganisator Hartmut Logemann, der sich über den gelungenen Spaß freut. Logemann ist Sprecher der Bürgerinitiative Alte Plauer Brücke, die gemeinsam mit dem Förderverein Schlosspark, dem Unabhängigen Bürgerverein und dem SPD-Ortsverein das Brückenpicknick veranstaltete. Früher dienten diese Veranstaltungen immer der Forderung nach der Sanierung des Brückendenkmals. Angesichts der nun bevorstehenden Instandsetzung, war die neue Veranstaltung von Freude und Lockerheit begleitet, die das herrliche Frühlingswetter noch verstärkte. Rund 400 Gäste kamen im Verlauf des Nachmittages, um zu reden, zu spielen, Livemusik zu hören oder mit der MS „Luise“ des Vereins Historischer Hafen eine Rundfahrt über den Plauer See zu machen. Ortsvorsteherin Lieselotte Martius: „Heute freuen mich drei Dinge, nämlich, dass unser Plauer Wahrzeichen endlich gerettet wird, dass so viele Leute gekommen sind und dass hier vier Vereine aus Plaue gemeinsam wirkten, um diese schöne Veranstaltung zu organisieren.“